Bleu de Chanel – Eau de Toilette vs. Eau de Parfum vs. Parfum

Der Klassiker Bleu de Chanel kommt nicht in zwei, sondern gleich in drei Versionen – nämliche eine Eau de Toilette, Eau de Parfum und Parfum-Variante. Heute nehmen wir den geheimnisvollen und tiefblauen Flakon unter die Lupe. Und ich werde euch erzählen, für wen sich welche Variante des Duftes eignet. Zudem verrate ich euch auch welche mir persönlich am besten gefällt.

Bleu de Chanel Eau de Toilette – Mein Jugend-Traum

Den Anfang machen wir allerdings mit meinem 18-jährigem Ich, das sich damals erstmals für die mannigfaltige Welt der Parfüms zu interessieren begann und neben Terre D'Hermès eben auch Bleu de Chanel die ersten Düfte waren, die ich überhaupt gerochen habe. Deshalb schwingt hier auch ein Hauch von Nostalgie mit. Jedoch ist grundsätzlich bei Bleu de Chanel nicht viel dahinter, was auch einer der Gründe ist, dass der Duft oft negativ aufgenommen wird.

Alt, überholt und auch als generisch wird der Duft oft bezeichnet und das vor allem, weil er schon so oft kopiert wurde.

Bergamotte und dessen als grünes Gold bezeichnete Bergamottöl in Verbindung mit holzigen Noten wie Sandelholz gab es schon in so vielen Düften. Als erstes kommt mir hier Y von Yves Saint Laurent mit Bergamotte, Zedernholz und Tannenbalsam in den Sinn. Schon dort war viel von der Bleu-de-Chanel-DNA enthalten.

Old, but gold

Trotzdem hat dieser Duft einen besonderen Stellenwert für mich. Die Bergamotte, das Sandelholz aus Neukaledonien, mit rosa Pfeffer eine leicht würzige, aber auch eine leichte aquatische Note sind mit hier am Start. In den ersten Minuten zeigen sich die scharfen Zitrusnoten, welche sich nach einer knappen halben Stunde in eine Kombination aus Sandelholz und einem Hauch von Meer  verwandelt. Dies ist auch genau das, was den Kern von Bleu de Chanel ausmacht.

Die Eau de Parfum-Variante zeigt sich hingegen deutlich lieblicher und sanfter, aber wegen der Tonkabohne und dessen Vanille-Aroma auch ein großes Stückchen süßer. Dies ist meiner Meinung nach auch beim Vergleich Eau de Toilette mit Eau de Parfum anderer Designerdüfte der Fall, dass das Eau de Parfum deutlich süßer gemacht wird und das Eau de Toilette etwas frischer. Wie bei vielen vergleichbaren Düften, hat dies zur Folge, dass das Eau de Toilette stärker um euch herum wahrnehmbar ist, während das Eau de Parfum deutlich länger auf der Haut sitzt.  

Meine Lieblings-Variante von Bleu

Allerdings ist mein klarer Sieger in diesem Vergleich die neueste Veröffentlichung der Bleu-Linie aus dem Traditionshaus Chanel. Denn beim Parfum wurde nicht etwa noch eine weitere Zitrusfrucht ins Spiel gebracht, zumindest nicht meiner Nase nach, sondern hier wurde der Holzfaktor mit Zeder deutlich höher geschraubt.

Während bei den ersten beiden Düften deutlich die Zitrusnoten – die scharfe Bergamotte oder eben die süßere Zitrone – dominieren, bekommt man hier zuerst das neukaledonische Sandelholz zu riechen, was den Duft gleich hochwertiger erscheinen lässt, gefolgt von dunklem und leicht würzigem Zedernholz. Erst mit der Zeit kommt noch eine leichte Frische dazu, was genau die einzig richtige Entscheidung war. Damit bleibt nicht nur auf eine gewisse Art und Weise die ursprüngliche DNA von Bleu de Chanel erhalten, die mich in meinen jüngeren Jahren begleitet hat, sondern wirkt auch noch deutlich hochwertiger, dunkler und maskuliner. Dies macht das Parfum für den perfekten Frühlingsduft für mich!

Doch wie immer gilt: Geht selbst raus und probiert die Düfte aus und entscheidet selbst, ob ihr einen Unterschied feststellen könnt. Für mich ist der Unterschied ohne Witz wie Tag und Nacht.

Bildquelle: Chanel.com